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WURZELBEHANDLUNGEN (ENDODONTIE)

fotolia_17104500Ein entzündeter Zahn macht sich oft durch Temperaturempfindlichkeit oder Schmerzen beim Aufbiss bemerkbar. Meist ist eine tiefe Karies oder eine Kariesentfernung  in Nervnähe die auch schon lange zurückliegen kann die Ursache.

Bakterien aus der Karies dringen ins Zahnmark ein und verursachen eine akute oder chronische Entzündung. Es treten häufig heftige Schmerzen auf , aber auch ein schmerzloses Absterben des Nervs ist möglich. Wird die Entzündung nicht rechtzeitig behandelt, kann sie sich über die Wurzelspitze bis in den Kieferknochen ausdehnen und den ganzen Körper belasten.

Um eine entzündete Wurzel zu behandeln müssen Bakterien und geschädigtes Nervgewebe entfernt werden und der Wurzelkanal gefüllt werden. Dies erfordert oft mehrere Sitzungen mit mechanischer und chemischer Reinigung. Zwischen den einzelnen Terminen wird der Zahn mit einem antibakteriellen Medikament versorgt und provisorisch gefüllt. In der letzten Sitzung wird der Zahn dann endgültig gefüllt (meist mit Guttapercha und einem Versiegelungskunststoff).

Als bakteriendichter Verschluss empfiehlt sich eine Kunststofffüllung und bei geschwächten Zahnwänden eine Überkronung zur Frakturvermeidung. Gelegentlich ist auch zur Stabilisierung der Wurzel und der Aufbaufüllung ein Glasfaserstift in der Wurzel nötig.

Wir arbeiten bei Wurzelbehandlungen generell mit Kofferdam (Spanngummi der Speichelbakterien fernhält) und Lupenbrille.

Eine Intensivdesinfektion mit Ultraschallhilfe und endometrische Längenkontrollen sind nach  Mehrkostenvereinbarung möglich und erhöhen die Erfolgsaussichten.

Die Erfolgsraten der modernen Endodontie liegen bei bis zu 90 Prozent. In schwierigen Fällen kann noch eine Erfolgsquote von 60-80 Prozent erreicht werden.

Mit einer erfolgreichen Wurzelbehandlung vermeiden wir Zahnverlust und die kostspielige Versorgung der Lücke durch eine Brücke oder ein Implantat. Eigene Zähne sind meist kautechnisch, psychologisch und ästhetisch dem Zahnersatz überlegen.


 

 

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